Unser Ziel:

Es macht viel Spaß mit dem kleinen Flitzer durch die Landschaft und durch die Städte zu fahren. Häufig wird einem zugewunken und zugelächelt. Wir sind keine Weltverbesserer, aber wir wollen unseren Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Neben Solaranlagen, solarer Wärmeaufbereitung, Windenergie,  Blockheizkraftwerk -- jeder von uns hat irgendwie schon in erneuerbare Energie investiert -- hat sich diese Gruppe zusammengefunden, um auch auf dem Gebiet der umweltfreundlicheren Fortbewegung etwas zu bewegen.

Wir alle glauben, dass der Verbrennungsmotor wegen seines geringen Wirkungsgrades von gerade mal 30% in der Zukunft nicht mehr bestehen kann und haben uns ein anderes Fortbewegungsmittel, zumindest als Zweitwagen, zugelegt:

das City-El


Es wird seit 1988 in Serie gebaut, zunächst in Dänemark, später in Deutschland in Stückzahlen von bisher über 8000.
Die meisten von uns fahren es jetzt seit etwas mehr als einem Jahr und wir haben uns gedacht, dass wir nun auch andere in den Kreis der elektrischen Fortbewegung ziehen wollen. Wir wollen nicht warten, bis Politik und Autoindustrie endlich etwas tun. Wir fangen an, vor der eigenen Haustüre zu kehren.

City-El -- das ist ein kleines einsitziges Elektrofahrzeug, weniger als ein Auto aber mehr als ein Motorrad. Ein Fahrzeug, um eine Person das ganze Jahr über von A nach B zu transportieren (wobei A und B nicht weiter als 30 km auseinander liegen sollten). Es ist hauptsächlich ein Fahrzeug für den Stadtverkehr oder den zwischenstädtischen Verkehr. Dies Fahrzeug ersetzt nicht den Familienwagen aber es ersetzt in 90% der Fälle das Zweitauto oder führt dazu, dass das Familienauto häufig in der Garage stehen bleibt.

Keiner aus unserem Kreis kann und will auf den Familienwagen verzichten, da wir in einem ländlichen Bereich auf öffentliche Verkehrsmittel kaum zurückgreifen können. Aber bei Arbeitswegen zwischen 10 und 20 km (20 bis 50 km/Tag) wird der große Wagen bis zu 10.000 km pro Jahr weniger bewegt.

 

Hier einige Zahlen:

Ein City-El oder Twike braucht auf 100km 6-8 kwh ab Steckdose, was einem CO2-Ausstoß von 1L Benzin oder 2,4 kgCO2/100km
(eingerechnet sind die Verluste bei Stromerzeugung durch Fossile Brennstoffe und Transport)
ein Motorroller 3-4 L Treibstoff = 7kgCO2/100km
ein Auto 6 - 10 L Benzin = 14 - 24kgCO2/100km

Darüber hinaus fährt ein Elektroauto sehr leise.

 

 

Als konkretes -persönliches- Beispiel möchte ich hier nennen:
Bis zum Jahr 2005 fuhr ich mit meinem PKW 30.000 km/Jahr was einem Ausstoß von ca. 6000kg
CO2/Jahr entsprach.
Im Jahr 2007 fuhr ich 20.000 km mit dem PKW und 10.000 km mit dem City-El.
Um auch bei den Familienfahrten im Nahbereich C
O2 einzusparen, kaufte ich anstelle eines "normalen" Zweitwagens Ende 2007 einen 4-sitzigen Peugeot 106 electrique aus Frankreich.
Um nicht durch mehr Strom aus fossilen Brennstoffen die Umwelt wieder zu belasten, habe ich auf garantierten Strom aus regenerativer Erzeugung umgestellt.

Unser Diesel-Auto wird nun nur noch für Fahrten in den Urlaub und Transporte mit dem Anhänger, etwa 15.000 km/Jahr, genutzt. Das mag viel erscheinen aber ein Teil unserer Familie kommt aus Südwest-Frankreich und wir wollen aus Prinzip keine Flugzeuge benutzen.
Immerhin reduzierte sich die
CO2 Belastung durch unsere Elektro-Autonutzung auf 3000kgCO2/Jahr also um etwa 50%
(Zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember 2007 habe ich nur 15 l Diesel verbraucht)

Ich spare 1000 Euro/Jahr an Kosten für fossile Brennstoffe und 150 Euro an Versicherung ein und verlängere die Haltbarkeit meines Diesel-PKW um die Hälfte.

Viele fragen natürlich sofort nach den Kosten (meine solare Warmwasserbereitung wird sich erst nach 20 - 30 Jahren amortisieren)
aber wir haben auch eine Verantwortung unserer Umwelt und unseren Kindern gegenüber.

City-El:
Anschaffungskosten  mit Batterien, die mehrere Jahre halten:
Neuwagen etwa 10.000 Euro, oder Gebrauchtwagen etwa 2.000 bis 4.000 Euro plus 2.000 bis 3.000 Euro Investitionen
(meiner ist jetzt 15 Jahr alt)

500 Euro laufende Kosten/Jahr
(800kwh = 160 Euro Stromverbrauch bei 10.000 km, 100 Euro Steuern und Versicherung/Jahr und , 1 Satz Reifen + kleinere Reparaturen und TÜV etwa 200 Euro)

Peugeot 106:
Anschaffungskosten ca. 10.000 Euro für ein gebrauchtes Fahrzeug mit guten Batterien
500 Euro laufende Kosten/Jahr
(800kwh = 160 Euro Stromverbrauch bei 5000 km, 180 Euro Versicherung und Steuern/Jahr, kleinere Reparaturen und TÜV etwa 200 Euros).