Meine City-El Geschichte, Teil 8

Fünftes Ostwestfälisches City-El-Treffen
Timos EL: Batterieheizungs-Einbau / Mein El: Lenkung defekt

Am Sonntag, den 29.01.2006, trafen wir uns zum fünften Treffen.
Es sollte kein Basteltreffen, sondern mehr ein Erfahrungsaustausch werden.

Wir waren nun zu sechst,
Meik, Hermann, Timo, Marko, der nun auch endlich sein El hatte, aus Gütersloh
Bernhard (ich) und Bernd aus Rietberg
und dann kam noch Axel als Passiver (noch nicht im Besitz eines El) den Bernd auf den Trip gebracht hat.
Wir alle trafen uns bei mir in und vor der Garage, Marco und Hermann leider nur kurz und Hermann sogar ohne El, da er abends wieder arbeiten musste.

     
3 El vor und 2 in unserer Garage

 Axel ist Elektroniker und wir diskutierten viel an diesem Tag. Während wir diskutierten, guckten, die Technik unserer City-Els verglichen, bauten Meik und Timo die Batterieheizung ins El von Timo ein und isolierten den Batteriekorb. Timo hatte sich persönlich zu H. Messmer begeben und 3 Original-Messmer-Batterien gekauft und sich natürlich ausgiebig über deren Pflege beraten lassen. Die wichtigste Regel war:
30° C und 30 A Ladestrom.
 

Mit Hélène und Isabel bereitete ich den Gourmetteil vor. Diesmal gab es überbackene Baguettes, einmal mit einer Käse-Schinken -Mischung und als zweites eine Pizza-Soße mit Käsestreifen. Dazu gab es Salate.
 

Bernd zeigte uns natürlich den Komfort seines City-Els, eine Truma E1800 Standheizung, die ihm schön einheizte. Das Gas bekam er aus einer 1 kg-Lötflasche, die in einem nach innen Luftdichten und nach unten offenen Kasten im Kindersitz-Fußraum aufbewahrt wird.

Er hatte dies City-El (Serie 2) so gekauft und gleich noch 2 weitere Schrottfahrzeuge der Serie 1 als Ersatzteillager. Leider kann man von dieser Serie doch nicht mehr so viel gebrauchen, wie er sich zuerst erhofft hatte.

Timo machte abends noch weiter mit der Isolierung seines Fahrzeuges, verschob den Rastaber dann auf Dienstag, da er die Batterien auch auf keinen Fall kalt fahren wollte.
Voller Hoffnung wollte er dann Dienstag Abend losfahren und ich machte schon das Licht in der Garage aus. Keine 5 Minuten Später schellte es. Das El gab keinen Strom mehr von sich. Irgendetwas mit dem Kappamesser wie ich im Elweb gelesen hatte. Der verstand einfach nicht, das die Batterien voll waren und wir fanden auch nicht den Trick raus, wie ihm das beizubringen was. Enttäuscht fuhr Timo mit dem El von Meik wieder nach Hause. Er kam am Mittwoch abend dann wieder und zwischenzeitlich hatte ich durch ausstöpseln, umstöpseln, Verbraucher ein/aus und Zündung an/aus dem Kappamesser seine volle Punktzahl beigebracht. Timo konnte endlich fahren, mit neuen, vollen Batterien. Er war glücklich. Leider hörte ich zwei tage später, das er schon wieder liegengeblieben war: Der Scheibenwischer war festgefroren und er hatte den Wischerschalter angemacht. Sicherung durch, Widerstand durchgebrannt und der City-El sagte keinen ton mehr. Natürlich war auch der Kappa-Messer wieder durcheinander.
Zwischenzeitlich habe ich ihn dann mit meinem El von ihm zu Hause die ca. 2 km  zu Axel geschleppt. Der fand nach kurzer Zeit dann auch die defekte Sicherung und dann machten wir uns daran dem Kappa-Messer beizubringen, dass die Batterien voll waren. Das gelang dann schließlich, indem wir zunächst alle Verbraucher einschalteten und etwas laufen ließen. dann das Ladegerät angeschlossen. Nacheinander bekam der Kappa-Messer die Info 85 % und 100% und endlich leuchteten auch wieder die Dioden. Timos Augen strahlten und er konnte wieder fahren. Der Scheibenwischer wird später repariert.

Donnerstag, 23. 02. 2006,
2.400 km mit meinem City-El, KM-Stand 23.000 km weitere 700 km (oder mehr*) bei winterlichen Bedingungen.

In meinem City-El habe ich zwischenzeitlich, mit Axels Hilfe, eine zusätzliche (gebrauchte) 6 V-Batterie im Kinderfußraum eingebaut.

Diese lade ich mit einem alten Motorradbatterieladegerät, das allerdings nur 3 A Leistung bringt. Ist ja auch provisorisch.

Außerdem haben wir die Kabel am Motor getauscht (wie von Kürten vorgeschlagen), so dass die Kompound-Wicklung jetzt vollen Batteriestrom bekommt und nicht mehr über den Steller läuft.

Herr Kürten schriebt am 05.06.2004 im Elweb:
Last but not least empfehlen wir unseren Kunden, den Motor anders anzuschließen:
A1 mit D1 und A2 mit D2 zu tauschen und E2 an B-.
Dies bewirkt, dass die Compoundwicklung nicht mehr am Steller hängt und somit beim Anfahren bereits volle Stärke hat, statt nur die schmalen Impulse vom Steller zu sehen.

 

In einer Zeichnung aus einer alten Bedienungsanleitung zu den Motoranschlüssen fand ich diese Bild, das meiner Interpretation genau das von Herrn Kürten vorgeschlagene Ergebnis zeigt. Nur die Erklärung zu E2, das hier noch mit Weiß-Orange angegeben ist, fehlt.

Und so sieht es jetzt in meinem El aus, genauso angeschlossen wie in der alten Bedienungsanleitung
Zum Vergleich die alte Zeichnung ein wenig bereinigt und gedreht.

Zur Verdeutlichung habe ich die jeweils getauschten (rot gegen rot und grün gegen grün) Kabel farblich markiert.
Das blau markierte Kabel kommt vom Speedwiderstand. nach dem Widerstand verläuft es weiter unter der Schützabdeckung und war an der Plus führenden Sicherung angeschraubt.
Dies haben wir geändert und das Kabel etwas mehr rechts am Motorstrom-Shunt festgeschraubt [E2 an B- (Batterie minus)].

Sollte ich hier quatsch erzählt haben, korrigiert mich bitte schnell, damit das keiner nachmacht.

Dummerweise ist mir gleich beim ersten Probefahren ein Magnet an der Riemenscheibe abgeschert, da wir wohl beim Verlegen der Kabel das Riemenblech mit dem Tachofühler verbogen haben. Mist. Jetzt zeigt er nur noch  *3/4 der Geschwindigkeit und der gefahrenen Kilometer an*. Subjektiv ist er aber schneller im Anzug und fährt offensichtlich wieder über 50 km/h (trotz Winterreifen). Die von mir erwarteten 60 km/h scheint er nicht zu schaffen. Da hab ich jetzt noch keine Idee. Liegt es vielleicht am Spannungsbegrenzer.  Der muss ja sowieso noch an 42V angepasst werden damit er bei 37 V und nicht erst bei 31,5 V abschaltet. Muss jetzt schön auf das Voltmeter aufpassen. Nun ja, die Stromstärke wird immer noch begrenzt auf "Wer-weiß-was-CityCom-da-programmiert-hat".

 

Freitag, 24.02.2006,
Heimfahrt von der Arbeit bei schönstem Sonnenschein, aber Seitenwind. Was ist mit der Lenkung?
Zwei Hand breit oder eine viertel Drehung Lenkspiel. Ich kann bei dem Wind den El kaum gerade halten und fahre wie besoffen,
Jaja, ...... gestern war Weiberfestnacht in Rietberg, ..... aber ich war nicht unterwegs und hab auch keinen Schluck angerührt weil ich arbeiten musste und weil ich abends mit Timo bei Axel war.
Zu Hause hab ich nachgefühlt: Während sich die Lenksäule drehte, blieb unterhalb des "Kardangelenks" die Lenkung stehen.
So ein Glück, nur das Kardangelenk, aber was war es?
Ich baute es also aus und was sah ich, als ich es auseinander nahm.

Der Lenkungsdämpfer aus Gummi war in der Mitte durchgebrochen und  die Hülsen drehten sich gegeneinander, so dass eine viertel Leer- Drehung nötig war, um die Lenkbewegung zu übertragen. So konnte ich auf keinen Fall weiterfahren.
Ich hab mich mit Bernd in Verbindung gesetzt und der bot mir sofort ein "Kardangelenk" aus seinem Serie-Eins-City-el an.
So ein Glück ich kann morgen mit meinem El Brötchen holen fahren ;-))).
 

Wir sind jetzt sogar schon sieben!

Während ich noch diese Seiten in die Klaviatur haute, meldet sich per Mail ein weiterer City-El-Fahrer aus dem Kreis Gütersloh bei mir, Michael aus Harsewinkel, uns gegenüber ein "alter Hase" mit 12.000 km City-El - Er-Fahrung.