Meine City-El Geschichte, Teil 3

Erste Panne, Cabriodach, Leuchtstreifen und zweite Panne

Am Freitag, den 30.09.2005,
geschah es. Ich war noch schnell in der Mittagspause in die Stadt gefahren, um einige Besorgungen zu machen. Den Wagen hatte ich am Rand der Fußgängerzone geparkt. Als ich zurückkam hatte sich eine kleine Traube von Menschen um das Fahrzeug versammelt, denen ich erst Rede und Antwort stehen musste. Als ich dann losfahren wollte, ein kurzes Aufleuchten der Spannungsdioden und dann ...  nichts mehr. Der Tacho zeigte schon seit dem vorherigen Abend nicht mehr an.
Wie peinlich !!!!  Nun musste ich erklären, dass ich das Fahrzeug erst kurz hätte und noch nicht wüsste, wo alle Sicherungen seien.
Ein Kollege war so freundlich, holte mich ab und brachte mich nach Hause. Mit meinem PKW-Anhänger fuhr ich dann den City-El in der Stadt abholen und brachte ihn sofort zur Sattlerei, wo während unseres Urlaubes ein Stoffdach gefertigt werden sollte. Die Fehlerbeschreibung  habe ich dann sofort am Abend noch ins Elweb-Forum gestellt. Schon während meines Urlaubes kamen kompetente Antworten,

31.09.2005 bis 15.10.2005 Urlaub

Montag, den 17.10.2005
Ich war gespannt, wie der City-El wohl mit dem neuen Stoffdach aussah und fuhr gleich nach der Arbeit mit dem PKW-Anhänger am Fahrzeug zum Sattler. Das Dach war fertig und ich konnte den Wagen mitnehmen.

Das Ergebnis war ganz passabel, die Rechnung ... naja 211,00 Euro.

 

 

 

 

Wenigstens keine Druckknöpfe, die dauernd ausreißen, sondern Tenax-Zugknöpfe.

 Nach dem Aufladen auf den Anhänger drückte  und wackelte ich an dem Notschalter herum und ... kurz leuchtete die Spannungsanzeige an der Armatur auf.  Zu Hause angekommen gleich den Schalter ausgebaut und die Kabelenden kurzgeschlossen.  Alle Systeme waren bereit, aber nach dem Druck aufs "Gas-"Pedal nur ein kurzes Ruckeln.
Also Kabel am Hauben-Sicherungsschalter kurzgeschlossen. Sofort setzte sich City-El in Bewegung. Nur der Tacho zeigte nicht korrekt an und fiel am nächsten Tag auf der Fahrt zur Arbeit  - ja, ich wagte es schon wieder -   aus.
In der Mittagspause prüfte ich die Signale am Stecker auf dem Motorblock = negativ. Ich wackelte ein bisschen am Tachosensor und schon hatte ich den erhofften Ausschlag auf dem Ohm-Meter. Noch ein bisschen mit Druck in Richtung Riemenscheibe gewackelt und seither funktioniert's.

Freitag, den 21.10.2005
Erst mal habe ich in der Mittagspause Gummiprofile in Form eines "P" (zur Dichtung zwischen Ober und Unterteil) bei der Fa. Schulz & Souard und den Powercheq bei Solar und Mobil bestellt.  Da es während meiner morgendlichen Fahrten schon dunkel ist, wollte ich auch etwas für die Sich(tbark)erheit tuen.  Ich hatte von meinem Wohnwagen noch Reflexstreifen (3M) in gelb und rot übrig. Nach der Arbeit zu Hause angekommen entfernte ich zunächst mit einem Föhn die Werbeaufkleber meines Vorgängers und säuberte in stundenlanger Arbeit die weißen Teile der Haube mit Brennspiritus von Kleberesten und altem Dreck.
Dann klebte ich an den Längsseiten die 5 cm breiten gelben und auf das Heck oberhalb des Schlosses einen roten Reflex-Streifen auf.
Beim Schildermacher hatte ich mir tagsüber schon ein neutrales, reflektierendes Nummernschild ohne Aufdruck besorgt und schraubte es vorn an. 

Eine Aufnahme mit Blitzlicht und der City-El erstrahlte im neuen Glanz.

Am Samstag, den 22.10.2005
habe ich noch eine undichte Stelle im Dach (zwischen den von mir zur Verstärkung angebrachten Aluschienen) mit Silikon abgespritzt und den inzwischen von Citycom übersandten Not-Ausschalter eingebaut. Den Haubenschalter lasse ich überbrückt, wer fährt schon mit hoch aufstehender Haube.

Inzwischen hatte ich auch ein Verbrauchs-Messinstrument in Betrieb genommen und die Werte in einer Exel-Tabelle gespeichert.

km KWh KWh ges. KWh/100km €/100 KM
    26,5 9,0824742 1,54 €
32 3,11      
41 4,13      
16

1,27

     
20 4,11      
57 4,01      
42 3,50      
41 3,13      
42 3,21      

Die EVT Einzellader laden temperaturunabhängig mit 12A und bis 14,7V auf.  Die Batterien sollen dabei 25°C (so Herr Eckel von Citycom) haben. Zur Zeit laufen die Batterien nicht auseinander.

Montag, 24.10.2005,
Feierabend. Strömender Regen, tolles Wetter um die Dichtigkeit meines neuen "Targa-"Verdecks auszuprobieren. Also rein ins Fahrzeug und ab nach Hause. Ca .100 m Fahrt, auf der Ampelkreuzung -- schei...  kein Gas mehr.  Der Schwung reichte noch über die Straße in die Bushaltebucht, dann war Sense. Alle Systeme schienen OK, aber die Schütze fielen immer wieder sofort ab, vorwärts und rückwärts. Alle Kollegen sausten mit ihren Autos an mir vorbei und grinsten ....  - hämisch?
Ich also meinen Abschleppdienst angerufen. 1 1/2 Stunden später war meine Frau mit dem Anhänger da und ich zog den City-El mit einer Seilwinde auf den Anhänger. Als ich ihn festgezurrt hatte, war ich durchnässt. Wir mussten noch einkaufen und auf dem Supermarktparkplatz fuhr mir noch eine Autofahrerin, die mich nicht gesehen hatte über die Zehen. Tat sau weh, Schuh kaputt, aber nichts gebrochen.

Am folgenden Tag hab ich erst mal bei Citycom angerufen, die tippten auf den Curtis. Reparatur bei Kürten 150 Euro, Austauschgerät  bei Citycom 250 Euro, Neugerät 350 Euro. Langsam wird's teuer. Ich solle aber erst noch das Gaspoti (0-5 KOhm) und den Mikroschalter überprüfen.
Zu Hause angekommen Hinterachse hochgebockt und getestet. Ich stellte fest, dass der Mikroschalter des Gaspedals einen Wackelkontakt hat. So ein Glück. Beim Überbrücken der beiden unteren Kontakte (rot und rotgelb) lief der Motor nach betätigen des Potis,
Also Gaspedal abgebaut und was sah ich:

Das Gaspedal hatte die Seite des Schalters aufgerieben und durch die Feuchtigkeit und/oder eingedrungenen Schmutz kam es zu Fehlkontakten. Mein Nachbar holte schnell aus der Gabelstaplerfirma einen neuen Schalter. Den stellte ich dann noch -- durch Verbiegen des Metallstreifens --  ein, so dass ich sanft anfahren konnten und nach einer Stunde und 5 Euro Kosten lief der City-El wieder. Morgen fahre ich also wieder Elektroauto zur Arbeit. (:-))

Fortsetzung Teil 4