Meine City-El Geschichte, Teil 17
Die Serie von Pannen reißt nicht ab
Zunächst erst mal läuft alles wie geschmiert, ich fahre City-El, die Reichweite ist gut, auffällige Geräusche sind nicht zu hören,
Allerdings verstärkt sich seit Anfang Mai
ein "Hoppeln". Beim Beschleunigen hat das City-El einen "Hicks": Etwa bei 120
bis 140 A fällt das Ampère-Meter kurz auf 0 um dann wieder von unten neu zu
beschleunigen. Axel und ich messen immer wieder alles durch und Auch Gero, als
er mal bei Axel war, ist ratlos. Alle Fachleute tippen dann doch irgendwann auf
den Curtis. Curtis austauschen, kein Problem, da bin ich mittlerweile Meister,
dauert etwa eine Stunde fünfzehn.
Dabei stellen wir fest, dass auch noch der Silentblock links lose ist. Das
Gewinde ist Schrott. Rad ab, und reingebohrt, Gewinde tiefer geschnitten
und neue Schraube rein. An einem Samstag Nachmittag ist der Käse gegessen. Axel
zieht nur noch kurz die Schrauben mit Pressluftschrauber nach und ich kann
wieder fahren. Herrlich, das Hoppeln ist weg. Es war der Curtis.
10 Tage später, am 6. 6. 2007,
07.00 Uhr,
(in Gütersloh war Müllabfuhr)
fuhr ich morgens zur Arbeit. Ich hatte mir Zeit
genommen, einen 10-er Schlüssel dabei und habe das Lenkspiel eingestellt. nach
dem dritten mal anhalten passte es, Weiter zur Arbeit. Die Autobahnüberführung
hoch, auf der anderen Seite runter, 75 kmh!!
plötzlich fing das El an zu "schwimmen".
Gedanken wie "Schei ...... e, was hast du mit der Lenkung gemacht" und "bloß
nicht in den Gegenverkehr" schossen mir durch den Kopf.
Dann ging alles ganz schnell und ich lag mitten in einem Haufen von Gelben
Säcken auf dem Kopf am Straßenrand. Vor mir gab es keine Haube mehr. Ich
nestelte nach meinem Taschenmesser um mich vom Gurt zu befreien, da kamen auch
schon Leute die mich fragten wie es mir ginge. Ich antwortete: "Es geht, können
sie das Auto umdrehen, damit ich rauskomme." 6 kräftige Arme, es stand wieder
richtig und ich konnte raus. "Sie haben das Vorderrad verloren", hörte ich
irgendwoher. Ich guckte mich an: Keine Verletzungen, Jacke kaputt und das rechte
Rad gebrochen.

Dann kam eine junge Frau und sagte mir:
"Ihr Rad ist in mein Auto gesprungen."
Ich guckte auf die linke Seite des El. Da fehlte doch tatsächlich ein Rad.

Jetzt rief ich erst mal die Polizei und
Axel an. Die Kollegen kamen schnell und kümmerten sich um die "Rad-Geschädigte".
Axel ließ auch nicht lange auf sich warten und kam mit seinem Bulli.

Wir luden erst einmal die Batterien um,
dann die Reste des El und dann noch das Rad, das 50 m vorher in den Gegenverkehr
gehüpft war.
Wir fuhren erst mal zur Arbeit und am Nachmittag war Bestandaufnahme:
Meine Jacke war zerrissen,
die von mir mühsam reparierte Haube war im Eimer,
Seitenscheibe rechts zerbröselt
Blinker rechst gebrochen
Hinterrad rechts gebrochen
Achse krumm.
Axel kam zu dem Schluss: den bauen wir
wieder auf.
Wir riefen Gero an und der sagte mir, dass er mir die Teile gebraucht günstig
besorgen könne, ca. 2.000 Euro.
Schluck .... Aber entweder meine vorher investierten 4000 Euro (ohne Batterien)
in den Sand gesetzt oder weitermachen.
Alles sprachen mir Mut zu und Axel, Gero und ich beschlossen, die Sache
anzupacken.
in der Folgezeit überlegten wir, wie es zu dem Ablösen des Rades kam und
stellten fest, dass auch die Radmutter eines weiteren unserer Els locker war.
Wir waren zu nachlässig mit den Stop-Muttern umgegangen und hatten diese nicht
ausgewechselt. Die hatte sich tatsächlich innerhalb von 10 Tagen gelöst.
Erst mal ging es zwei Wochen später in Kur.
Zwischenzeitlich war auch die Schadensmeldung meiner Rad-Geschädigten da: 2500
Euros. Das übernahm meine Haftpflicht. grrrr
Ende Juli hatte ich dann alle Ersatzteile da und wir begannen mit dem Neuaufbau. Nach einer Woche strammer Arbeit, in der ich auch die Position der 4 oberen Batterien veränderte war das El wieder fahrbereit. Sah fast aus wie neu. Phoenix aus der Asche
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Bilder der Batterien zwischen dem Überrollbügel folgen später
Gero hatte zwischenzeitlich meinen weißen AX éléctrique gekauft, da ich aus Frankreich einen viersitzigen Peugeot 106 éléctrique angeboten bekommen hatte. Gero brauchte den Wagen für seine Firma als Transportfahrzeug und ich brauchte einen viersitzigen für die Familie.
Ende September (nach 4-maliger
Lieferterminverschiebung) konnte ich das Fahrzeug in Straßburg abholen.
Wir (meine Frau und ich) verbanden die Fahrt mit einer Besichtigung von
Straßburg.
Übernachtung auf dem Straßburger
Campingplatz im Autodachzelt
Sonntag Abend kamen wir mit unserem
Schätzchen an und da ich bereits alle Papiere besorgt hatte, fuhr ich Montag
morgen um 07.30 Uhr zum TÜV, eine Halbe Stunde später zum Straßenverkehrsamt und
um 9.00 Uhr hatte ich die Kennzeichen am Auto. Nachmittags übergab ich Hélène
ihr neues Elektro-Familienauto für Kurzstrecken.
Der große X-Trail wird jetzt nur noch für Fahrten mit Anhänger oder Wohnanhänger bewegt und hat seit den Herbstferien (6 Woche)n nur 15l Diesel gebraucht.