Meine City-El Geschichte, Teil 11

Einbau von Zusatzinstrumenten

Montag, den 03.04.2006, km-Stand 23.700,

Zwischenzeitlich sind die von John gefertigten Amperemeter und Voltmeter eingetroffen. Diese habe ich letzte Woche eingebaut. Dazu habe ich ein 10-adriges Kabel durch den Kanal vom Armaturenbrett zum Sitz gezogen und die Seite des Kabels unter dem Sitz einen Stecker für die Diagnosebuchse belegt. Die Diagnosebuchse habe ich aus dem Blech herausgezogen und unter den Sitz gelegt. Durch den Ausbau der Ladeplatine sind die anderen Anschlüsse der Diagnosebuchse tot.


Blick unter die Sitzbank
DC-DC-Wandler, Diagnosestecker
ehem. Stecker des Kappamessers, Strom-/Spannungsbegrenzerplatine


rot = +36V
grün = +12V
schwarz = Masse (-)
rosa = Tachosignal
weiß = Fahrstromshunt
grau = Fahrstromshunt

Rechts und links neben dem Lenkrad habe ich mit einem Dremel je einen Ausschnitt geschnitten und auf den Tacho in die Mitte ein Klettband geklebt (der Tages-KM-Zähler lässt sich nur widerwillig zurückstellen). Zunächst habe ich die Messinstrumente provisorisch eingebaut und bin schon mal Probegefahren. Die Ergebnisse sind noch nicht vergleichbar, da ich noch keinen genau gehenden Tacho habe. Nach den Osterferien werden in der Tabelle die entsprechenden Werte eingetragen/korrigiert

Fahrstrom bei mit Speedwiderstand

überbrückter Speedwiderstand

km/h Winterreifen Sommerreifen Winterreifen Sommerreifen
30        
50 ca 60A ca 50 A ca 50A  
60 ca 70A ca 60 A - - -  
Anfahrstrom 115A 115 A 115A  

Zu meiner ersten Geburtstagsparty nach dem Kauf des City-Els (City-El +1) hatte ich nur die neuen Freunde eingeladen. Es war ein schöner Tag mit Muscheln provencale und charantaise von Helene, Frühlingsrollen von Hermanns Frau gefertigt und Kaffee-Kuchen (einer sogar von mir). Natürlich habe wir Männer uns eine Stunde allein gegönnt, um an unseren City-Els zu vergleichen und (in Maßen) zu schrauben.

Axel hatte mir morgens "noch schnell" eine kleine Platine gelötet, mit der ein ganz normaler Fahrradtacho die Tachosignale des City-Els versteht. Die Platine und die dazugehörige Schaltung ist auf dem nachfolgenden Foto abgebildet.

Diese wurde an die Kabel einer Fahrradtachohalterung angelötet und an der anderen Seite mit  Kabel rosa für Tachosignal und schwarz für Masse angeschlossen. Die Litzen waren Teil des Kabels, das ich von der Diagnosebuchse nach vorn gezogen hatte, um auch die Instrumente von John zu versorgen. Der Tacho (ein einfacher aus dem Baumarkt, den ich noch liegen hatte) funktionierte zunächst gut .... jedenfalls bis 40 km/h. Wir hatten ihn auf 410 mm (1640mm : 4) Umfang eingestellt. Offensichtlich verarbeitete der Tacho bei so "kleinen" Reifen keine so hohe Geschwindigkeit. Also kaufte ich heute den Sigma Sport BC 500 für 13,00 Euro, der bereits von Axel und Bernd getestet worden war. Den habe ich dann heute eingebaut und erst mal probegefahren.


Das Bild zeigt den Fahrradtacho in der Mitte des Originaltachos rechts das Voltmeter und links den Ausschnitt für das Amperemeter.
Die Beleuchtung der "John"-Instrumente werden noch mit dem Lichtschalter gekoppelt.

Bis 40 zeigt der der Originaltacho von City-Com noch richtig an, dann läuft er vor. Bei "Tempo 60" (alle LED's an) zeigt der Fahrradtacho 55 km/h; Maximalgeschwindigkeit zur Zeit (mit Winterreifen) 58 km/h.  Das stimmt auch mit meiner GPS-Messung überein.

Donnerstag, den 06.04.2006,
Zeit zum Reifenwechsel, die Winterreifen sollen den Sommerreifen weichen. Da ich Freitag in Urlaub fahren wollte und die Motorradgeschäfte kurz vor dem 1. Mai erfahrungsgemäß total ausgelastet sind. ließ ich also beim örtlichen Motorrad-/Fahrradladen  die Reifen wechseln.
Am nächsten Morgen, auf der Fahrt zur Arbeit: Das City-el schüttelte sich und das Lenkrad zitterte. Vorderrad nicht richtig ausgewuchtet?
Wieder hin, Rad ausgebaut und versucht, es auszuwuchten. Dabei stellten wir fest, dass das Lager lose ist und im Lagersitz herumeierte.
Was ist zu tun? Der Lagersitz muss ausgefräst und eine Lagerbuchse angefertigt werden. Das will Axel mir wohl machen aber das dauert. Ich bekomme erst mal ein altes Ersatzrad aus einem ausgeschlachteten City-El und fahre Samstag in Urlaub. Danach werde ich weitersehen.

Während des Urlaubs habe ich dann ein neues Rad bestellt (unsere Verwandtschaft in Frankreich hat DSL mit Wireless LAN), kann es aber erst nach Vorkasse geliefert bekommen. Da ich aus dem Urlaub nicht bezahlen kann, muss ich warten, bis ich wieder zu Hause bin.

Es ist Freitag, den 28.04.2006,
bezahlt habe ich am letzten Sonntag per Überweisung. Wieder 200 Euro für Rad, Bolzen und Lagerschale der Schwinge .Diese hat auch Spiel,  wie ich nach dem Ausbau des Rades festgestellt hatte.  Die Ware soll bis morgen eintreffen. Mal sehen. Die Teilnahme an der Recklinghausener E-Mobil-Tour muss ich leider kanzeln.

Das Rad kommt erst am 02.05.2006,
und zusammen mit Timo, Bernd und Axel versuchen wir, dem Schlackern und Vibrieren des Els auf die Schliche zu kommen.
Die Lenkung des Vorderrades hat Spiel, naja, nicht zu stark. Auf dem Gabelstapler hochgebockt, glücklicherweise festgezurrt, gebe ich dann mal "Gas" und ..... es wäre uns fast vom Stapler gesprungen. Die Hinterräder haben einen enormen Höhenschlag und je nach Stellung der Räder zueinander eiert oder hoppelte das El über die Straße. Die haben in der Motorradwerkstatt wohl gepennt und dafür habe ich 30 Euro bezahlt  (:o)
Timo montiert zunächst den Reifen auf das Vorderrad. Dabei gibt Axel einen entscheidenden Hinweis, um die Felge nicht zu beschädigten.: zwischen Montiereisen und Felgenrand wird das Stück einer Gummimatte gelegt. 
Viel Gleitmittel lässt die Felge ins Bett gleiten und nach dem Aufpumpen ist sie fast perfekt ausgewuchtet. Dann kümmert sich Timo um die Hinterräder. Nach einer halben Stunde liegen auch die im Felgenbett und eine Probefahrt zeigt das Ergebnis.
Herrlich, kein Hoppeln, kein Eiern, kein Schlackern.

Hoffentlich sind jetzt erst mal alle teuren Fehler behoben, damit ich irgendwann mal in den wirtschaftlichen Bereich fahre.
Pro fahrt zur Arbeit spare ich 3 Euro an Energiekosten.

Sonntag, 07.05.2006.
Heute habe ich die Beleuchtung der "John"-Instrumente mit dem Lichtschalter gekoppelt und die Kabel ordentlich verlegt.
Dann hab ich die Tachos abgelesen.
Original-km-Stand 24431 km (+ ca 200 durch Tachoausfall)
Sigma-Tach-Stand 655 km